Habitussensibilität – die feinen Unterschiede erkennen und verstehen lernen

Die Zugehörigkeit zu Gruppen bestimmt unser gesellschaftliches Leben und prägt von Kindheit unsere Sicht auf die Welt. Das beeinflusst auch unsere Handlungen, die wir auf Basis dieser Weltsicht fällen. Oft ist uns diese Entscheidungsgrundlage gar nicht bewusst und wir merken nur, dass uns das Zusammensein / Arbeiten mit bestimmten Menschen leichter fällt als mit anderen. Wir scheinen für bestimmte Aufgaben besser geschaffen zu sein als für andere und wir fühlen uns in bestimmten Gruppen sicher und wohl, in anderen wiederum "am falschen Platz". Vor allem im beruflichen Leben werden solche Empfindungen als belastend eingestuft, weil ein professioneller Umgang damit erwartet wird und sie sich nur schwer vermeiden lassen.

 

Man kann diese Empfindungen als natürlich gegebene persönliche Vorliebe hinnehmen und als Wohlfühlgrenze akzeptieren. Oder man macht sich auf die Suche nach den feinen Unterschieden, welche durch gesellschaftliche Regeln entstehen und so tief in uns verankert sind, dass wir sie häufig als natürlich gegebene Grenze akzeptieren. Habitussensibilität erzeugt ein soziales Verständnis für das eigen Handeln und das meines Gegenübers. Folgende Fragen sind dabei Klärungshilfe:

  • Zu welcher Gruppe gehöre ich und zu welcher nicht?
  • Wen grenze ich unbewußt aus?
  • Wie bewege ich mich in einer Gruppe zu der ich mich nicht zugehörig fühle?
  • Was kann ich gegen das Gefühl des „nicht am richtigen Ort“ zu sein machen?
  • Wie kann ich bewußt den Gruppenradius erweitern und bisher unbewußt ausgegrenzte Gruppen integrieren?

In der Weiterbildung zur Habitussensibilität lernen Sie einen kritischen Blick auf das eigene Handeln zu werfen und es nicht nur persönlich, sondern auch gesellschaftlich zu deuten. In Teams oder Organisationen wird durch das Erlernen eines habitussensiblen Blicks ein wertschätzender Umgang mit Diversität möglich, weil die TeilnehmerInnen beginnen, neu über  "Selbstverständlichkeiten" zu sprechen und neue Handlungs- und Begegnungsweisen auszuhandeln. Mit Diversität ist hier nicht allein die ethnische Herkunft gemeint, sondern auch das Milieu, das Alter und das Geschlecht. Diese Weiterbildung eignet sich für vor allem im sozialen oder gesundheitsbezogenen Sektor.

Einzelne BeraterInnen verschiedenster Ausrichtung können ihre Beratungskompetenz um den Ansatz der habitussensiblen Beratung erweitern. Gerne vermittle ich Ihnen als Einzelperson meinen Ansatz auch im Habituscoaching / Supervision.

Im Rahmen meiner Weiterbildungen biete ich Ihnen meine langjährigen Erfahrungen und Kompetenzen aus der hochschulischen und erwachsenenpädagogischen Bildungsarbeit. Der Ansatz der Habitussensibilität ist aus meiner Forschung heraus entstanden und derzeit vermittle ich in Deutschland als Einzige diesen Ansatz in der beruflichen Weiterbildung.  

Nehmen Sie bei Interesse an einer Weiterbildung Kontakt zu mir auf. Gerne entwickle ich für Sie allein oder ihr Team/ ihre Organisation ein passendes Weiterbildungssetting.Als autorisierte Prozessberaterin des bundesweiten Förderprogramm unternehmensWert: Mensch kann ich auch kleinen und mittleren Unternehmen im Rahmen eines umfassenderen Beratungsprozesses entsprechende Weiterbildungsinhalte anbieten, um die eigene Unternehmensentwicklung zu fördern.