Mit der Entscheidung für einen Aufstieg in eine Führungsposition ist immer auch eine neue berufliche Rolle verknüpft: Meistens geht es als Führungskraft darum, einen eigenen Standpunkt zu vielen Abläufen in der Firma zu finden und diesen gegenüber den KollegInnen zu vertreten. Mit dem Hineinwachsen in die neue berufliche Rolle und der Führungsebene als Wirkungsort ist der /die Einzelne immer wieder mit Fremdheitsgefühlen und Verunsicherungen konfrontiert. Diese Gefühle äußern sich z.B. darin, dass man sich in Gremien / Sitzungen  „nicht passend“ fühlt, einem das Gespür für das „richtige Auftreten“ im neuen Arbeitsbereich fehlt oder man unsicher ist, wie man den ehemaligen KollegInnen gegenübertreten soll. 

 

Dieses Gefühl des „nicht am richtigen Ort zu sein“ ist nicht nur der neuen Situation geschuldet, sondern vielfach auch mit unserer Herkunft verknüpft. Deshalb macht es Sinn, sich mit den eigenen Wurzeln und dem bisherigen Werdegang zu beschäftigen, um auf Dauer den neuen beruflichen Platz im Feld besetzen zu können. Das Ziel des Workshops ist die Auseinandersetzung mit dem eigenen Weg im sozialen und beruflichen Raum und den damit verknüpften grundlegenden Denk- und Handlungsmustern. Anhand von persönlichen Erfahrungen aus der Berufspraxis soll das Gefühl der Nicht-Passung theoretisch reflektiert und im zweiten Schritt individuell passende Kommunikations- und Handlungsmöglichkeiten erprobt werden. Dazu finden das Instrument der Habitusanalyse und die Kommunikationsmodelle der Transaktionsanalyse Anwendung.