Habitussensible Praxis - Konzept- und Organisationsentwicklung

Das Thema Diversität begegnet uns in den meisten Bereichen unseres Lebens und birgt immer auch Konfliktpotential in unseren Begegnungen. Vor allem im pädagogischen, gesundheitlichen oder sozialen Arbeitssektor wird von den Mitarbeiter*innen ein professioneller Umgang mit Konflikten in Beziehungen erwartet. Grundsätzlich braucht es für ein erfülltes und zugewandtes Miteinander deshalb eine Kultur der gegenseitigen Neugierde und Zuwendung, welche die Unterschiede in den Haltungen zum Leben und im Handeln (Habitus) als gleichwertig anerkennt. Grundlage dafür ist eine Bereitschaft der Betroffenen, das Trennende verstehen zu wollen und es nicht als Bedrohung der persönlichen Sichtweise zu deuten, sondern vor allem als Ausdruck für die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe.

Bspw. wird im beruflichen Kontext diese Verschiedenartigkeit über die beruflichen Professionen erzeugt, deren Vertreter*innen auf eine Problemlage sehr unterschiedlich blicken und denen es schwer fällt, die andere professionelle Sicht- und Handlungsweisen als legitim zu betrachten. Andere Betrachtungsweisen werden als irritierend wahrgenommen, abgelehnt oder können gar nicht gedacht werden. Diese Abgrenzungsprozesse laufen unbewusst ab und äußern sich u.a. in Geringschätzung der Denk- und Handlungsweisen anderer Professionen aufgrund von Missverständnissen/Unwissen bei gleichzeitiger Überschätzung des eigenen beruflichen Handelns. Bei den Menschen geht es deshalb um eine Sensibilisierung für das "Nicht-Verstehen" und die Bereitschaft / Neugier "den Sinn im Handeln des Anderen" kennen zu lernen.

Gesellschaftliches Leben basiert auf derartigen Abgrenzungs- und Zugehörigkeitsprozessen - Unterscheidungen sind hier das geltende Prinzip und Habitussensibilität sucht diese Unterschiedlichkeit im individuellen und sozialen Kontext zu verstehen, auszuhalten und damit anerkennend umzugehen. Die Gleichbehandlung aller und gleiche Rahmenbedingungen für alle werden nicht unbedingt als gerecht erachtet, sondern Strukturen werden auf Ausschlüsse und Barrieren hin überprüft und durch eine Vielfalt berücksichtigende Gestalt ersetzt.   Auf Seiten von Institutionen oder Organisationen braucht es deshalb ein Klima des Zulassens von Irritationen und Fremdheit sowie die Bereitschaft Barrieren in den eigenen Arbeitskonzepten und Strukturen zu finden und so manches neu zu denken, um letztlich einen neue Sichtweise auf und im Umgang mit Konflikten zu finden. 

Ich vermittle Ihnen und ihren Mitarbeitern / Mitgliedern über Weiterbildung und Supervision das notwendige Handwerkszeug, um die eigenen Konzepte und Organisationsstrukturen auf Barrieren hin zu untersuchen und gleichzeitig die professionelle Haltung in Richtung Habitussensibilität zu entwickeln.

Nehmen Sie Kontakt mit mir auf und in einem unverbindlichen telefonischen Erstgespräch klären wir gemeinsam die ein passendes Arbeitssetting ab.