Erst das Vertrauen, aufgrund von Herkunft nicht verachtet zu werden, ermöglicht eine Gesprächstiefe, die für ein sozioanalytisches Verstehen notwendig ist. Es gibt keine objektive Beratungsposition (Bourdieu 1997).

Damit Begleitung und Hilfe im Rahmen einer Beratungsbeziehung angenommen werden können, braucht es einen Gesprächsraum, der weitestgehend frei von Machtpositionen und Definitionskämpfen ist. Allerdings hält die Gesellschaft mit ihren Hierarchien in jede Form der sozialen Beziehung Einzug (und damit auch in die Beratung). Das geschieht durch die Art zu Sprechen (Wortwahl, Lautstärke, Gestik und Mimik), bestimmte Handlungsweisen und die Form, wie Themen bearbeitet oder angesprochen werden (wollen) sowie den unterschiedlichen Blick auf die Welt und bspw. damit verbundene Vorlieben.

Studienzulassung WiSe 20/01 durch Hochschulstart:

Die Bescheide für örtlich zulassungsbeschränkte und zulassungsfreie Studienangebote, die durch Hochschulstart erstellt werden, werden vom 24.08. bis 30.09. (für die Koordinierungsphase) bzw. vom 05.10. bis 21.10. (für das Koordinierte Nachrücken) in der Regel ebenfalls montags und donnerstags nachmittags elektronisch bereitgestellt.

Die Zulassungsbescheide für bundesweit zulassungsbeschränkte Studiengänge werden vom 07.09. bis 30.09. (Koordinierungsphase) bzw. vom 12.10. bis 19.10. (Koordiniertes Nachrücken) in der Regel montags und donnerstags nachmittags elektronisch bereitgestellt. Zulassungen bezüglich der Medizin-Teilstudienplätze werden ab dem 02.11. und dem 16.11. veröffentlicht.

Studienplatz per Losverfahren:

Ab dem 22.09.2020 kann man sich für noch freie Studienplätze per Los bewerben- ohne Auswahlverfahren. Die Hochschulen stellen ihre freien Plätze in die Studienplatzbörse beim Hochschulkompass ein und weisen auch auf eigene Studiengänge ohne Zulassungsbeschränkung hin.  

 

Orientierungsangebote der FH Bielefeld:

Absage aller geplanten Präsenzveranstaltungen bis Ende Februar 2021. Aufgrund der Corona-Pandemie hat die FH Bielefeld entschieden, alle geplanten Präsenzveranstaltungen an der FH Bielefeld bis 28. Februar 2021 abzusagen.

Habitussensibilität stellt eine professionelle Grundhaltung dar und fordert von einem/einer BeraterIn neben einer Ausrichtung an den persönlichen Einschätzungen des Ratsuchenden zu dessen Problemlage immer auch die Berücksichtigung gesellschaftlicher Einflüsse. Das Erkenntnisinstrument dafür ist die Habitusanalyse.

Die soziologische Theorie des Habitus gibt einen eigenen Erklärungszugang zum Verständnis menschlichen Denkens und Handelns, vor allem hinsichtlich eines vielfach unbewussten, routinierten Alltagshandelns, das sich an sozialen Strukturvorgaben und individuellen Denk- und Handlungsvorlieben ausrichtet. Die Habitusanalyse eröffnet einen Verstehenszugang für die komplexe alltags- und lebensweltliche Praxis des Menschen.

Habitusanalyse in Supervision und Beratung

Supervision stellt eine Sonderform von Beratung im beruflichen Kontext dar und findet Anwendung in Einzel- oder auch Gruppenkonstellationen (Schlee 2004, S. 14). Eine klassische Gruppenform stellt die Team- oder Fallsupervision dar, in welcher entweder die Beziehungen der Teilnehmenden zueinander betrachtet werden oder das Verhältnis zu den Kund*innen/Klient*innen (Fallsupervision) sowie die Position des Teams im Verhältnis zu anderen Teams, Vorgesetzten oder zur gesamten Organisation. Die Habitusanalyse als Diagnoseinstrument eröffnet Teams einen gesellschaftlich orientierten Blickwinkel auf den professionellen Umgang mit bspw. Angehörigen oder Kund*innen / Klient*innen oder innerhalb der Organisation. Sie fördert das Identifizieren und Verstehen von unbewusst wirksamen distinktiven (sozial abgrenzenden) Prozessen oder Verhaltensweisen im eigenen oder fremden Handeln sowie den damit verbundenen Gefühlen.