Erst das Vertrauen, aufgrund von Herkunft nicht verachtet zu werden, ermöglicht eine Gesprächstiefe, die für ein sozioanalytisches Verstehen notwendig ist. Es gibt keine objektive Beratungsposition (Bourdieu 1997).

Damit Begleitung und Hilfe im Rahmen einer Beratungsbeziehung angenommen werden können, braucht es einen Gesprächsraum, der weitestgehend frei von Machtpositionen und Definitionskämpfen ist. Allerdings hält die Gesellschaft mit ihren Hierarchien in jede Form der sozialen Beziehung Einzug (und damit auch in die Beratung). Das geschieht durch die Art zu Sprechen (Wortwahl, Lautstärke, Gestik und Mimik), bestimmte Handlungsweisen und die Form, wie Themen bearbeitet oder angesprochen werden (wollen) sowie den unterschiedlichen Blick auf die Welt und bspw. damit verbundene Vorlieben.

Das Online-Bewerbungsportal hochschulstart.de über das viele Studienplätze vergeben werden, öffnet aufgrund der späteren Abiturprüfungen für alle Abiturienten erst ab dem 1.07.20 - 20.08.20 !!! Auch Hochschulen, die Studienplätze selbst vergeben, passen sich diesen veränderten Rahmenbedingungen an. Man kann sich aber bereits bei Hochschulstart registrieren und erhält dann eine Bewerber-ID, die notwendig für das Bewerbungsverfahren bei einigen Hochschulen ist. Voraussichtlicher Start des Wintersemesters 1.11.2020.

Der Test für Medizinische Studiengänge (TMS) erfolgt voraussichtlich Samstag 25.07., Sonntag 26.07., Samstag 01.08., Sonntag 02.08. Es wird sichergestellt sein, dass sowohl die Neu-Abiturient*innen als auch die Alt-Abiturient*innen ihr Testergebnis aus dem Jahr 2020 noch in ihre Hochschulstart-Bewerbung zum Wintersemester 2020/21 einfügen können. Weitere Infos bei der TMS-Koordinationsstelle.

Ganz neu ab Juni: FH Dortmund bietet digitales Schnupperstudium an - Einblick in digitale Vorlesungen! Studierende erzählen von ihrem Studium 

 Angebote der FH Bielefeld:

Habitussensibilität stellt eine professionelle Grundhaltung dar und fordert von einem/einer BeraterIn neben einer Ausrichtung an den persönlichen Einschätzungen des Ratsuchenden zu dessen Problemlage immer auch die Berücksichtigung gesellschaftlicher Einflüsse. Das Erkenntnisinstrument dafür ist die Habitusanalyse.

Die soziologische Theorie des Habitus gibt einen eigenen Erklärungszugang zum Verständnis menschlichen Denkens und Handelns, vor allem hinsichtlich eines vielfach unbewussten, routinierten Alltagshandelns, das sich an sozialen Strukturvorgaben und individuellen Denk- und Handlungsvorlieben ausrichtet. Die Habitusanalyse eröffnet einen Verstehenszugang für die komplexe alltags- und lebensweltliche Praxis des Menschen.

Habitusanalyse in Supervision und Beratung

Supervision stellt eine Sonderform von Beratung im beruflichen Kontext dar und findet Anwendung in Einzel- oder auch Gruppenkonstellationen (Schlee 2004, S. 14). Eine klassische Gruppenform stellt die Team- oder Fallsupervision dar, in welcher entweder die Beziehungen der Teilnehmenden zueinander betrachtet werden oder das Verhältnis zu den Kund*innen/Klient*innen (Fallsupervision) sowie die Position des Teams im Verhältnis zu anderen Teams, Vorgesetzten oder zur gesamten Organisation. Die Habitusanalyse als Diagnoseinstrument eröffnet Teams einen gesellschaftlich orientierten Blickwinkel auf den professionellen Umgang mit bspw. Angehörigen oder Kund*innen / Klient*innen oder innerhalb der Organisation. Sie fördert das Identifizieren und Verstehen von unbewusst wirksamen distinktiven (sozial abgrenzenden) Prozessen oder Verhaltensweisen im eigenen oder fremden Handeln sowie den damit verbundenen Gefühlen.