Weiterbildungen, Supervision und Vorträge

Zu meiner Expertise "Habitusanalyse", "Habituscoaching", "Habitussensibilität" und Transaktionsanalyse biete ich unterschiedliche Bildungssettings an. Einige Vorschläge finden sie auf der folgenden Seite. Je nach Zielgruppe entwickle ich Ihnen gerne ein passgenaues Bildungskonzept.

Die Tagung "Herausforderungen in Studium und Lehre" des ZLB - Studium und Lehre der Hochschule Hannover am 14.9.2017 legt im Panel  II den Fokus auf Habitusmuster und Habitussensibilität im Studium. Die stark gestiegene Zahl an Studierenden und zunehmende Heterogenität der Studierendenschaft erfordert eine Begleitung, welche die damit verbundene Unterschiedlichkeit von Einstiegsvoraussetzungen und Erwartungen versteht und dieses Verständnis in Beratungs- und Bildungskonzepten berücksichtigt.

Die Haltung der Habitussensibilität und -reflexivität in Rahmen von Beratungs- uns Bildungsprozessen wird im Panel II aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet und diskutiert. Bein Beitrag: "Eine falsche Entscheidung kann ich meinen Eltern nicht zumuten"- Studienentscheidungen habitussensibel in Beratungsprozessen begleiten fokussiert die Erfahrungen von OberstufenschülerInnen am Berufskolleg und am Gymnasium mit der Komplexität eines solchen Entscheidungsprozesses. Dabei finden sich u.a. milieu- und geschlechtsbezogene Unterschiedlichkeiten in der Herangehensweise, denen habitussensibel in der Beratungsarbeit selbst, aber auch auf der Strukturebene in Form neuer Konzepte von Studienwahlbegleitung, begegnet werden muss.

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Vortrag und Diskussion zur Ausstellung "Mein Raum - Das Kinder- und Jugendzimmer"

Die Fotoausstellung "Mein Raum - Das Kinder und Jugendzimmer" im Bleichhäuschen zeigt fotografische Exponate von Kindern und Jugendlichen im Alter von 6-18 Jahren. Sie lädt die BetrachterInnen durch eine vergleichende Bildbetrachtung dazu ein, den Lebenswirklichkeiten und Entwicklungsphasen der ZimmerbesitzerInnen nachzuspüren und diese mit der eigenen Biographie in Beziehung zu setzen. Neben aktuellen Elternerfahrungen werden dabei auch Erinnerungen ans eigene Zimmer und die damit verbundenen Ausdrucksmöglichkeiten wach.

Supervisionsangebot "Habitus at work" in Bielefeld

Im Rahmen des Workshops zur „Positionierung im sozialen Raum“ wurde im Feedback mehrfach der Wunsch geäußert, den Ansatz der Habitusanalyse in der Praxis zu erleben bzw. sich mit diesem Ansatz intensiver auseinanderzusetzen. Als Antwort auf diesen Bedarf ist das Supervisionsangebot „Habitus at work“ entstanden, das einen Werkstattcharakter hat. Ziel ist es, in kleiner Gruppe die eigene professionelle Handlungspraxis mit einem habitussensiblen Fokus zu reflektieren und bereits erworbene Kenntnisse zu vertiefen. Das Angebot richtet sich deshalb an Personen, die sich mit dem Thema Habitus bereits auseinandergesetzt haben, damit alle TeilnehmerInnen auf der theoretischen Ebene über einen ähnlichen Startpunkt verfügen.

Mit der Entscheidung für einen Aufstieg in eine Führungsposition ist immer auch eine neue berufliche Rolle verknüpft: Meistens geht es als Führungskraft darum, einen eigenen Standpunkt zu vielen Abläufen in der Firma zu finden und diesen gegenüber den KollegInnen zu vertreten. Mit dem Hineinwachsen in die neue berufliche Rolle und der Führungsebene als Wirkungsort ist der /die Einzelne immer wieder mit Fremdheitsgefühlen und Verunsicherungen konfrontiert. Diese Gefühle äußern sich z.B. darin, dass man sich in Gremien / Sitzungen  „nicht passend“ fühlt, einem das Gespür für das „richtige Auftreten“ im neuen Arbeitsbereich fehlt oder man unsicher ist, wie man den ehemaligen KollegInnen gegenübertreten soll. 

Habitussensibilität – die feinen Unterschiede erkennen und verstehen lernen

Die Zugehörigkeit zu Gruppen bestimmt unser gesellschaftliches Leben und prägt von Kindheit unsere Sicht auf die Welt. Das beeinflusst auch unsere Handlungen, die wir auf Basis dieser Weltsicht fällen. Oft ist uns diese Entscheidungsgrundlage gar nicht bewusst und wir merken nur, dass uns das Zusammensein / Arbeiten mit bestimmten Menschen leichter fällt als mit anderen. Wir scheinen für bestimmte Aufgaben besser geschaffen zu sein als für andere und wir fühlen uns in bestimmten Gruppen sicher und wohl, in anderen wiederum "am falschen Platz". Vor allem im beruflichen Leben werden solche Empfindungen als belastend eingestuft, weil ein professioneller Umgang damit erwartet wird und sie sich nur schwer vermeiden lassen.