Habitusanalyse als Diagnoseinstrument in Supervision und Beratung

Supervision stellt eine Sonderform von Beratung im beruflichen Kontext dar und findet Anwendung in Einzel- oder auch Gruppenkonstellationen (Schlee 2004, S. 14). Eine klassische Gruppenform stellt die Team- oder Fallsupervision dar, in welcher entweder die Beziehungen der TeilnehmerInnen zueinander betrachtet werden oder die Position des Teams im Verhältnis zu anderen Personen. Die Habitusanalyse als Diagnoseinstrument eröffnet Teams einen gesellschaftlich orientierten Blickwinkel auf den professionellen Umgang mit bspw. Angehörigen oder Kunden / Klienten und fördert das Verstehen von distinktiven (sozial abgrenzenden) Prozessen oder Verhaltensweisen sowie den damit verbundenen Gefühlen.

Frauen zwischen Familie und Beruf – Probleme im Spiegel des Geschlechterverhältnisses

Der Anspruch von Frauen, eine reibungslose Vereinbarkeit der Lebensbereiche Familie und Beruf - vielleicht sogar noch Weiterbildung- zu gewährleisten, führt zu großen Belastungen. Vielfach fühlen Sie sich überfordert und erleben es als Scheitern, weil sie keine reibungslose Vereinbarkeit hinbekommen. Das ist dann der ideale Zeitpunkt, sich mit den strukturbestimmten Lebenszusammenhängen von Frauen in unserer Gesellschaft auseinander zu setzen.

Die Deutsche Gesellschaft für Beratung (DGfB) ist die Dachorganisation von 32 Verbänden, die ein gemeinsames Beratungsverständnis und gemeinsame Qualitätsaussagen verbindet. Eines der Ziele dieser Organisiation ist, Ratsuchenden Orientierung für die Quallität von Beratungsleistungen zu bieten.

Die soziologische Theorie des Habitus gibt einen eigenen Erklärungszugang zum Verständnis menschlichen Denkens und Handelns, vor allem hinsichtlich eines vielfach unbewußten, routinisierten Alltagshandelns. Die Habitusanalyse eröffnet einen Verstehenszugang für die komplexe alltags- und lebensweltliche Praxis des Menschen.

„Die Transaktionsanalyse ist eine Theorie der menschlichen Persönlichkeit und zugleich eine Richtung der Psychotherapie, die darauf abzielt, sowohl die Entwicklung wie auch Veränderungen der Persönlichkeit zu fördern“ (Definition der der internationalen Vereinigung der TA)

Als Theorie der menschlichen Persönlichkeit zeichnet die TA ein Bild von der psychologischen Beschaffenheit des Menschen mithilfe des Ich-Zustand Modells (Kindheits-Ich; Erwachsenen Ich; Eltern Ich). Zudem stellt sie eine Kommunikationstheorie dar, die auch eine Analyse von Systemen und Organisationen ermöglicht.